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Rechtliches: Ist die Verwendung einer FPV-Brille mit einer Drohne legal?

Rechtliches: Ist die Verwendung einer FPV-Brille mit einer Drohne legal?

Es gibt diverse Blogger, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und auch etliche Artikel in FPV Foren sind dem Thema „Fliegen mit der FPV Brille legal?“ gewidmet. Ich habe jedoch einige Aussagen gelesen, die man so nicht stehen lassen kann, da sie einfach falsch sind – zumindest, wenn man sich auf die rechtliche Situation in Deutschland bezieht. Darum hier kurz wichtige Infos zum Thema FPV Brille.

Egal ob man die Fatshark Dominator, Aviator, Terminator oder die Zeiss Cinemizer OLED Brille nimmt: Wenn man eine FPV Brille auf der Nase hat, ist ein direkter Sichtkontakt zum Fluggerät nicht mehr gegeben und damit verletzt man diese Regel, die für Flugdrohnen mit Kamera nach deutschem Recht gilt: Man darf die Drohne nur fliegen, wenn man durchgehend Sichtkontakt zum Fluggerät hat und auch seine Fluglage noch erkennen kann.

In einem Blog wurde geschrieben, dass man mit einer FPV Brille fliegen darf, solange man sie nicht absetzt während man fliegt, weil ja dann der „Sichtkontakt“ zur Drohne abgebrochen wäre. Das ist natürlich Unsinn, denn wenn ich die Brille aufsetze, sehe ich nur, was die Drohne sieht, aber ein „Sichtkontakt“, wie es das Luftrecht fordert, ist schon dann nicht mehr gegeben.

Definition „Flugdrohne“ und die nötige Genehmigung für den Betrieb

Als Flugdrohne gilt dabei in Deutschland wiederum jedes Modellflugzeug oder jeder Quadrocopter (welcher ist gut für Anfänger?), Hexacopter, Oktocopter oder jeder andere Multi- oder Heli-Copter, der mit einer Kamera (Video- oder Fotokamera) ausgestattet ist. Dazu zählt auch der inzwischen sehr beliebte DJI Phantom Quadrocopter, der im neuen Modell „Vision“ (siehe hier) auch ab Werk mit einer FPV-Kamera ausgerüstet ist. Für diesen muss man dann sogar eine allgemeine Aufstiegserlaubnis von seinem Luftfahrtamt im Regierungspräsidium einholen, denn laut dem Flugrecht sind Starts von Drohnen – und dazu zählt der DJI Vision mit der Kamera automatisch – nur mit [Genehmigung des Luftfahrtamtes gestattet. Ich bin gespannt, wieviele Leute sich in den nächsten Monaten unbewußt in die Illegalität stürzen, weil sie mit diesem „Spielzeug“ von DJI ohne Genehmigung rumfliegen.

Der DJI Vision wird aber von DJI nicht mit einer FPV Brille ausgeliefert, sondern man bekommt das Livebild des Copters per WLAN an sein iPhone oder iPad in eine entsprechende App von DJI gesendet. Damit ist der FPV Flug wiederum erlaubt, da man ja das Fluggerät auch „normal“ im Auge behalten kann. Voraussetzung ist natürlich, dass man alle paar Sekunden schaut, wo sich das Gerät befindet, denn wenn man erstmal 2 Minuten per FPV durch die Gegend geflogen ist, wird man es in einer kritischen Sekunde sicher nicht mehr so schnell in Sichtkontakt bekommen.

Lösung: Lehrer-Schüler-Steuerung oder einäugige FPV Brille

Eine Lösung, die eventuell doch noch die Verwendung einer FPV Brille erlaubt, ist das Fliegen zu zweit. Dabei kann der Pilot die PFV Brille tragen und ein „Co-Pilot“ steht mit Lehrer-Schüler-Steuerung daneben und kann jederzeit in den Flug eingreifen. Ob das Ganze auch rechtlich einwandfrei ist, wenn man ohne Lehrer-Schüler-Steuerung fliegt und nur „neben“ dem Piloten steht, um einzugreifen, das kann ich nicht sagen. Ich denke, es dürfte schwer werden, die Kontrolle über den Copter zu gewinnen, wenn man nicht richtig an die Funke kommt. Aus dem Grund glaube ich nicht, dass es rechtlich einwandfrei wäre.

Die zweite Möglichkeit trotzdem alleine Flüge mit der FPV Brille zu machen, ist eine einäugige FPV-Brille. Leider gibt es da nur genau ein Modell auf dem Markt, nämlich die Eyetop Brille. Und die ist aus dem Jahre 2009 und hat eine Auflösung von 320×240 Pixeln – damit ist kein vernünftiges Bild möglich und schon garkein FPV Fliegen. Abhilfe könnte man schaffen, indem man eine der Fatshark Brillen einäugig macht, aber ich denke, da muss man schon einige Basteleien drauf haben. Zudem wäre dann immernoch das Problem, dass man mit nur einem Auge nicht dreidimensional sehen kann und keine Entfernungen einschätzen kann. Das dürfte beim Fliegen von einem Copter gewisse Hindernisse aufwerfen.

Wer sich etwas mehr zu dem Thema einlesen möchte, der kann man hier im Presse-Archiv des Deutschen Modellflieger Verbandes nach „FPV“ suchen.

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